„Das reicht für heute, Sklavin“, sage ich, nehme meine Hände wieder zu mir und gehe wieder zum Eimer. Ich stoße den Eimer um und das ganze Wasser bedeckt den Boden. Du schaust gierig das Wasser an, während es sich teilweise in deiner Zelle und teilweise außerhalb verteilt. In der Pfütze siehst du die Reflektion meines Grinsens.

Jetzt gerade in diesem Moment würdest du alles dafür geben einen Schluck Wasser zu bekommen.

„Na los, Sklavin, leck es auf.“, fordere ich dich auf. Du willst unbedingt etwas trinken, aber du willst es mir nicht gönnen, dass ich sehe wie du gedemütigt das Wasser vom Boden aufleckst.

„Ich werde noch ein Weilchen hier bleiben, du brauchst gar nicht zu versuchen zu warten bis ich weg bin. „

Gerade war es dir egal wie, du musstest einfach etwas Wasser bekommen. Sorgsam wählst du ein Fleck wo möglichst keine Steinchen liegen und bewegst dich dahin.

„Brave Sklavin, du tust was ich dir sage. Wir machen Fortschritte.“

Du sagst nichts. Du versuchst dich nicht provozieren zu lassen. Am Fleck angekommen beugst du dich langsam gen Wasser. Noch bevor du dem Wasser auf dem Boden mit dem Gesicht viel näher gekommen bist, spürst wie einen kräftigen ruckartigen Zug am Seil, welches deine Handgelenke fesselt. Im Eifer endlich was zu trinken hast du nicht darauf geachtet was ich tat. Deine Hände bewegen sich einen ganzen Meter  weiternach vorne und du fällst der Länge nach auf den kalten Boden.

Ein gewaltiger Schmerz an deinem Ellebogen lässt dich beinahe alle Geräusche ignorieren und deine Sicht verschwimmt. Einige Sekunden lang kannst du dich nur auf den Schmerz konzentrieren bis der Schmerz etwas nachlässt und du in Rückenlage auf dem Steinboden wieder zu dir kommst. Deine Hände immernoch über deinem Kopf, vermutlich hast du dich in die Rückenlage gedreht um deine Ellebogen zu entlasten.

Du spürst immernoch wie deine Ellebogen schmerzen, aber der Schmerz ist lange nicht so groß wie vorhin.

Du schaust dich um und siehst, dass ich immernoch das Seil in meiner Hand halte. Dann gleitet dein Blick weiter nach oben. Du siehst wie ich dich Neugierig anschaue und ansonsten einfach nur schweige. Mein Blick verrät dir nichts, weder ob ich Mitleid empfinde, noch ob es mir gefallen hat. Aber du gehst davon aus, dass es mir gefallen hat, sonst hätte ich es wohl nicht gemacht.

„Knie dich hin, Sklavin“, sage ich und du wirst wütend, dass ich nichteinmal nach so einem Akt dich etwas Ruhen lasse. Du willst jedoch nicht noch mehr leiden, also gehorchst du einfach und kniest dich hin.

„Zeig mir deine Ellebogen“ – Das wundert dich. Du hebst deine Arme und zeigst mir deine Ellebogen so gut du kannst. Daraufhin siehst du, wie ich konzentriert auf deine Ellebogen starre. Langsam ändert sich mein Gesichtsausdruck und du siehst Besorgtheit.

„Komm etwas näher, Sklavin, ich möchte das genauer sehen“

Du kommst etwas näher, hälst dabei deine Arme gehoben. Ich greife durch das Gitter und halte deine Handgelenke fest, da du vor Anstrengung und Schmerzen zitterst. Anscheinend schaue ich mir wirklich deine Wunden an. Bestimmt war das nur ein Trick, um dein Vertrauen zu gewinnen, denkst du.

„Das müssen wir saubermachen, Sklavin, warte kurz ich hole ein Desinfektionsmittel.“

Ich drehte mich wieder um und verließ den Raum. Sobald du hörst, dass die Kellertür zufällt, greifst du den Schraubenzieher den du vorhin verloren hast, als du hingefallen bist. Offenbar habe ich das nicht bemerkt. Du versteckst ihn wieder unter dir und denkst nach. Wieso war ich auf einmal so besorgt darum, wie es dir geht?

Das war doch eigentlich egal, denn ich halte dich hier drin fest, das ist schon Rechtfertigung genüg für dein Gewissen.

Du hörst wie ich vor die Tür trete und sie öffne. Schnell kniest du dich so hin wie gerade eben. Die Tür schließt sich wieder und kurz darauf trete ich in dein Sichtfeld. In meinen Händen halte ich ein Tuch und das Desinfektionsmittel.

„Geh etwas zur Seite, ich muss die Tür aufmachen“, sage ich. Tür? Welche Tür, denkst du dir. Du gehst einige „Schritte“ nach hinten und siehst wie ich einen Schlüsse raushole und eine Tür im Gitter öffne.

War das ein Test? Würde ich wirklich dir die Möglichkeit geben zu flüchten?

Dann trat ich ein. Ich schließe die Tür hinter mir wieder ab und verstaute den Schlüssel in meiner Hosentasche. Soviel zum Flüchten.

Daraufhin stelle ich mich vor dich und löse deine Fesseln an den Handgelenken. Das kommt dir natürlich sehr gelegen. Gleich würde endlich der Moment gekommen sein, indem du mich erstechen und mit dem Schlüssel fliehen könntest.

„Streck mir deine Arme entgegen, damit ich sie saubermachen kann“, weise ich dich an. Du streckst mir zuerst deinen rechten Arm entgegen, und hälst ihn so, dass ich deinen Ellebogen sauber machen kann. Das brennen des Desinfektionsmittel auf der Wunde tat zwar weh, aber du konzentriertest dich gerade nur darauf, dass du gleich wohlmöglich einen Menschen töten würdest. Dein Gewissen meldete sich wieder und irgendwie bist du dir nicht sicher ob du das wirklich tun sollst oder nicht. Immerhin bin ich ja kein Monster, sondern kümmere mich um dich.

„Sklavin?“, fragte ich. „Nicht träumen, anderer Arm“

Du streckst deinen linken Arm aus. Jetzt musst du es gleich tun, sonst würde ich wieder gehen, so wie gestern. Eigentlich bist du dir noch nicht sicher, doch der Zeitdruck bringt dich dazu es zu tun. Mit deiner rechten Hand umklammerst du den Griff des Schraubenziehers. Mit einer Bewegung rammst du mir den Schraubenzieher in den Körper. Du hast eigentlich auf mein Herz gezielt, aber weil ich ausgewichen bin, hast du lediglich meine Oberarm getroffen.

Die Spitze des Schraubenziehers sticht leicht auf der Außenseite meines Oberarms in meine Haut, gleitet dann aber ab. Du siehst wie Blut aus der Wunde strömt. Sofort lässt du den Schraubenzieher fallen und stehst verdutzt da. Eigentlicht wolltest du das doch gar nicht.

Ich stöhnte durch die Schmerzen etwas auf, behielt mich aber unter Kontrolle. „Steh auf. Sofort.“ Du tatest wie dir befohlen. Ich stand vor dir und sagte: „Ist das das Resultat davon wenn ich mich um ich kümmere, Sklavin?“. Du schüttelst heftig den Kopf. Es tut dir Leid, aber du darfst dich ja nicht entschuldigen. Daher entscheidest du dich mir einen Kuss neben die Wunde zu geben.

Ich trat etwas näher an dich, so dass ich deine Kleidung berührte. Dann ging ich noch einen Schritt auf dich zu. Und noch einen, bis du mit dem Rücken an der Wand stehst. Mit meiner rechten Hand stütze ich mich an der Wand hinter dir ab. Ich schaute dir in die Augen und sprach erstmal nicht.

„Wenn das noch ein einziges Mal passiert, dass du mich hintergehst, dann werde ich dich foltern. Jede Sekunde von da an, jede Minute. Stundenlang. Ist das klar?“

Du nickst. Ich konnte dir ansehen, dass es dir wirklich Leid tat und du überreagiert hast.

Eine rein fiktionelle Geschichte die ich hier mit euch teile, als Fallbeispiel zum Thema bdsm und ddlg. Falls du den ersten Teil von „Dunkle Verlangen“ noch nicht gelesen hast, lies ihn bitte. Andere Geschichten von mir findet ihr hier.

 

 


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