Der Raum, in dem ich mich befinde, ist dunkel. Das Halsband sitzt so eng, sodass mir das Atmen erschwert wird. Daran befestigt ist eine Kette aus Metall, welche mein Besitzer wiederum an einem Haken in der Wand befestigt hat,- auf einer Höhe, die mich zwingt knien zu bleiben. Meine Pfoten sind auf den Rücken gefesselt. Nachdenken soll ich hier, pfff. Kann er sich abschminken. War doch alles nur Spaß. Brauche eben Aufmerksamkeit. Soll er sich mal nicht so anstellen. Laut beklagen kann ich mich durch den Knebel in meiner Schnute nicht.

Mein Ohr brennt. Erst als er dieses packte, um mich in den dunklen Raum zu zerren wurde mir klar, dass mein Herr meinen Spaß wohl gar nicht witzig fand.
– Ich mag die Dunkelheit nicht. Das wusste er –
Der geschlossene Raum gibt mir immer die Möglichkeit noch mal über alles nachzudenken. Aber nein! Ich denke nicht über das grade eben Geschehene nach. Das habe ich nicht nötig. War ja Spaß und er muss mir halt auch mal mehr Aufmerksamkeit schenken.

Ok… ok. Ich hätte ihm vielleicht nicht in sein Sprunggelenk beißen sollen. Aber das war eben grade so verlockend. Nun lag ich schon 15 min ruhig neben seinem Arbeitsplatz und höre ihm beim Telefonieren zu und dann fällt mir eben diese unbedeckte Stelle auf. Er hatte seinen perfekt sitzenden Anzug und diese schicken Lederschuhe an. Die dunklen Farben unterstreichen seine pechschwarzen Haare. Die funkelnden Augen drücken Klarheit und Zielstrebigkeit aus. Sein markantes, attraktives Gesicht und das würzig frische Parfum,- ist doch klar, dass ich dann auch Aufmerksamkeit haben will – Oder nicht?!

Ich habe auch nicht fest gebissen. Wirklich nicht. Auf mein Fiepen hat er ja nur mit einer wild schüttelnden Hand reagiert, die mir wohl sagen sollte, dass ich ihn in Ruhe lassen soll.
Aber HALLO? Ich wollte nun  mal jetzt gestreichelt und geknuddelt werden!

Eigentlich wollte ich auch gar nicht wirklich beißen,- eher Knabbern. Hmm – war wohl bisschen fester als vermutet. Hat ihn  ganz schön sauer gemacht die ganze Situation. Aber hey, – ich konnte doch auch nicht ahnen, dass er sich gleich so erschreckt. Mal ehrlich. Den Kaffee hätte er ruhig da stehen lassen können. Aber den hat er so schwungvoll umgehauen, dass die Hälfte auf seinem Sakko landete.

Er sprang mit dem Hörer in der Hand auf. Blickte auf seine befleckte Kleidung herab und wandte dann seinen finsteren Blick auf mich.

„Das nächste Mal den Kaffee nicht so nah an den Rand stellen“, dachte ich mir.

Mein Besitzer entschuldigt sich bei seinen Kommunikationspartnern und erklärt, dass er gleich zurückrufen würde und legt auf. „Hurra“, dachte ich mir, „jetzt kann er sich endlich um mich kümmern!“

Voller Freude sprang ich ihn an, schlabberte ein wenig von seinem Kaffee und… klatsch! Eine Ohrfeige rasselte mir ins Gesicht.
Auweia. Der war wohl ganz schön verärgert.

„Du kleines unverschämtes Ding! Wie oft muss ich dir sagen, dass ich während eines Meetings absolute Ruhe haben will! Und jetzt sieh dir die Schweinerei an!“
Ich guckte ihn ganz unschuldig an und dachte mir nur, dass ICH den Kaffee ja nicht runtergeschmissen hatte.

– Moment… hatte er „Meeting“ gesagt? Oh Mist. Und ich dachte, das wäre ein Freundschaftsgespräch. Wäre ich doch nur Aufmerksamer gewesen –

„Es reicht!“ Er packte mich am Ohr und zerrte mich mit einer Gewalt hinter sich her, sodass ich meine Beine beim hinterher Laufen, oder sagen wir eher „Kriechen“, kaum sortieren konnte. Er öffnete die Tür zum „dunklen Zimmer“ und zerrte mich vor den Haken. Da hörte ich auch schon das Klacken der Handschellen. Trotzig verschränkte ich meine Arme. Doch da merkte ich auch schon, wie er mir so ins Halsband Griff, dass er mir mit Leichtigkeit meine Luft rauben konnte. Meine Kräfte schwanden. Die Tränen rannten mir ins Gesicht. Ich konnte nicht anders, als meine Hände freizugeben, welche im nächsten Moment auch schon auf dem Rücken befestigt wurden. Er verließ den Raum und ich fing an so laut es ging zu Fiepen.

Er kam zurück. „Mein Fiepen hat ihn Überzeugt!“ Dachte ich.
Festen Schrittes kam er auf mich zu und stellte sich hinter mich. Wie ich seinen Geruch liebe!

„Mach dein dreckiges Maul auf!“

Ehe ich darüber nachdenken konnte, drückte sich auch schon ein Ball gegen meine Lippen. Ich konnte gar nicht anders, als den Knebel aufzunehmen.

Wortlos ging er zur Tür, – drehte sich noch einmal um und sagte mit fester Stimme: „So Kleine, – hier bleibst du erstmal und denkst über dein schlechtes Benehmen nach. Ich will kein Mucks von dir hören!“.

Nun knie ich hier.
Wie lange er mich wohl hier lassen würde?
Oh man. Ich habe ihn beim Meeting gestört. Was ist nur in mich gefahren?

Ich will zu meinem Besitzer. Es tut mir so Leid.
Das gibt bestimmt noch eine schlimme Strafe… Ich habe das verdient.

Ob ich vielleicht nicht beim ihm schlafen darf?
Wie lange bin ich eigentlich schon hier?
Meine Knie schmerzten langsam von dem harten Boden. Das wird blaue Flecken geben!

Ich würde gerne so laut piensen, damit er kommt und ich mich bei ihm entschuldigen kann. Ich bin so ein dummes Hündchen. Was kann ich nur machen, dass er mir verzeiht?

Ich höre Schritte.

Da ist jemand an der Tür.
Es klang nicht wie mein Besitzer. Oder war er es doch?
Ich blicke vor Reue zu Boden und wage es mich auch nicht den Kopf zu heben als sich die Tür öffnet.

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