Wie bereits in dem Beitrag Was ist bdsm angesprochen, können Schmerzen sehr erregend sein.

Hier möchte ich einen Irrtum aufklären, den ich verstehen kann, denn wer sich nicht weiter informiert, der wird denken, dass Sadisten und Masochisten ihre Lust nur aus den Schmerzen an sich ziehen.

Aber es erregt Masochisten nicht, wenn sie sich den Zeh an der Tür stoßen. Es erregt auch Sadisten nicht, wenn sie beim umdrehen jemanden mit dem Ellebogen treffen, nein. Auch nicht ein bisschen.

Sadomasochismus funktioniert nicht durch reine Schmerzen, es braucht schon mehr. Aus meiner Sicht (der Sicht eines Sadisten) kann ich sagen: Die Schmerzen müssen absichtlich zugeteilt werden, unabsichtliche Schmerzen machen in der Regel keine Lust. Aber auch nicht alle absichtlichen Schmerzen machen Lust. Das erregende am Sadismus ist, dass sub genau dann leidet wann ich möchte. Sie leidet nicht zufällig weil sie sich gestoßen hat, sondern sie leidet „unnötig“, nur weil ich es möchte. Ich treffe die Entscheidung wann sie leidet, wie sehr und auf welche Art und Weise. Das ist der erste Teil durch den Sadisten ihre Lust ziehen.

Wenn ich meine Hand auf ihre Brüste lege und sie zusammendrücke, dann merke ich, dass sie leidet und genau diese Reaktion von ihr, das Rücken durchdrücken, die Anspannung in ihrem Körper und natürlich die Laute die sie von sich gibt, durch die ich merke, dass sie leidet, das ist der zweite Teil, der Sadisten erregt.

Kommentiert doch gerne einmal, was ihr darüber denkt, denn so konkret auszudrücken weswegen Schmerzen und welche Schmerzen erregen, das ist gar nicht so einfach.


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