Wahrscheinlich hast du schon einmal von dem Begriff Cuckold gehört. In dem sexuellen Zusammenhang wie zum Beispiel auf JoyClub sorgt das Wort oft für Verwirrung. Wer genau ist ein Cuckold und was heißt Cuckolding? Was genau das für dich heißt, falls dein Freund/Ehemann/Partner dir gebeichtet hat, dass er ein Cuckold ist und wie du deiner Freundin/Ehefrau/Partnerin beichten kannst, dass du auf Cuckolding stehst erfährst du in diesem Artikel.

Ein Cuckold ist ein Mann, der Lust darauf gewinnt seine Partnerin beim Geschlechtsverkehr mit einem anderen Mann zu sehen. Dieser Akt wird Cuckolding genannt und ist sehr oft ein Unteraspekt des BDSM. Cuckolding ist eine weit verbreitete Neigung und ist mit ca. 55 Millionen Suchanfragen das am zweithäufig gesuchte Porno-Stichwort. Wieso stehen Menschen auf Cuckolding und wie beichtet man seiner Partnerin, dass man diese Neigung besitzt? Diese Fragen werden im Folgenden beantwortet.

Wie läuft Cuckolding so ab?

Im BDSM gibt es immer Dom und Sub. Dom ist die Person, die dominant und bestimmend ist, Sub ist die Person, die devot und unterwürfig ist. Mehr zu der Dom/Sub Dynamik im BDSM kannst du in dem Artikel über BDSM lesen.

Beim Cuckolding ist der Mann Sub und die Frau Dom. Die Demütigung mit zuzusehen, wie ein anderer Mann mit seiner Partnerin solche intimen Sachen macht, erregt den Cuckold. Manche beschreiben es auch als ein süßes Eifersuchts-Gefühl, dass die Erregung steigert.

Vielen Cuckolds gefällt das Gefühl, dass die Partnerin vorgibt (ob es nun stimmt oder nicht), dass sie von ihrem Partner nicht richtig befriedigt werden kann. Die zusätzliche Erniedrigung dadurch, dass der andere Mann die eigene Partnerin befriedigen kann, während der Cuckold es nicht kann, wird auch oft ins Spiel eingebunden.

Cuckolding ist wie auch der Rest des BDSM sehr individuell. Es gibt keine genau festgelegten Regeln. Manche Paare haben es gerne, wenn es nur um oberflächlichen Kontakt mit anderen Männer geht.

Bei anderen Paaren wiederrum, wird der Cuckold zum Beispiel mit einem Peniskäfig keusch gehalten und kann sich somit nicht befriedigen. Währenddessen verkehrt die Partnerin mit anderen Männern sexuell, befriedigt diese und lässt sich selbst befriedigen, der Cuckold darf nur zuschauen.

Es gibt auch Varianten in denen der Cuckold gar keinen Sex mehr mit seiner Partnerin (oder sonst wem) hat.

Der Cuckold bittet oft darum vorher gefesselt zu werden, damit er sich während des Geschehens nicht wehren kann. Das erzeugt für devote und unterwürfige Menschen noch mehr Erregung (Wieso gefällt Menschen BDSM?).

Oder er wird während des Aktes von den beiden anderen herumkommandiert. Kombinieren lässt sich das gut mit forced-bi.

Der Cuckold muss zum Beispiel nach dem Geschlechtsakt den noch feuchten Schwanz des anderen Mannes in den Mund nehmen, das Sperma des anderen Mannes aus seiner Partnerin lecken oder das Sperma, dass sie sich in den Mund spritzen lassen hat mit einem Kuss schlucken.

Die Möglichkeiten zur Demütigung reichen bis ins Unendliche und sind nur durch Doms Fantasie limitiert.

Das weibliche Pendant

Natürlich gibt es diese Neigung auch in der anderen Konstellation, in der die Frau Sub und der Mann Dom ist.

Die Frau heißt dann nicht Cuckold sondern Cuckquean. In dem Fall ist dann die Frau Cuckquean und der Mann hat vor ihren Augen mit einer Anderen sexuellen Kontakt.

Ohne die Dunkelzahlen mit einzubeziehen, findet man im Internet jedoch viel mehr Informationen und viel mehr „Inhalte“ zum Thema Cuckolding.

Ist das ein Fremdgeh-Freischein?

Nein, das ist definitiv kein Fremdgeh-Freischein. Es kann zu etwas Ähnlichem werden, aber man sollte nie ohne das Wissen seines Partners / seiner Partnerin mit einer anderen Person sexuellen Kontakt haben.

Ein Cuckold / eine Cuckquean braucht mehr als einfach nur einen fremdgehenden Partner. Sie brauchen die Demütigung, dass sie dabei sind oder davon <erzählt bekommen.

Sie wollen meistens die Demütigung die es mit sich bringt, wenn sie dem Partner / der Partnerin und dem Mann / der Frau zum Beispiel Kaffee oder Essen machen müssen, während die beiden sich Vergnügen oder sich einfach entspannen.

Vergisst man diese Art von Demütigung einzubauen, so kann sich Cuckold oder Cuckquean ganz schnell wirklich ausgeschlossen fühlen und das ist nicht das, was man erreichen möchte.

Sowohl die Partnerin / der Partner von Cuck, als auch der  / die Andere sollte diese Erniedrigungen provozieren. Ein Cuckold / eine Cuckquean mag es, wenn ihnen vor Augen geführt wird, wie erniedrigend und „armseelig“ ihre Lage ist.

Wie immer beim BDSM gehört auch aftercare dazu. Liebe sollte sub trotzdem noch entgegen gebracht werden. Auch wenn nicht Form von Sex.

Wie beichte ich meine Neigung?

Für den Fall, dass du diese Neigung besitzt, also Cuckold oder Cuckquean bist, solltest du keine großen Sorgen haben. Sicherlich wird dein Partner / deine Partnerin dafür Verständnis haben.

Wichtig ist nur, dass dein Partner / deine Partnerin wirklich versteht worum es geht. Ich kann dir empfehlen, dass du diesen Artikel ihm / ihr zeigst oder weiterleitest. Vorher solltest du noch einmal persönlich klarstellen, dass das was in dem Artikel steht das ist, was dir gefällt. Den Rest übernimmt der Artikel für dich 🙂

Im Grunde genommen kann dein Partner / deine Partnerin grob auf 4 Mögliche Arten reagieren:

  • Er / Sie reagiert positiv, findet es toll und will es mit dir ausleben (hurra!)
  • Er / Sie reagiert neutral und probiert es gerne mal mit dir aus (auch hurra!)
  • Er / Sie reagiert negativ und möchte es nicht mit dir ausleben. Trotzdem läuft alles andere wie gewohnt (immerhin hast du es versucht)
  • Er / Sie reagiert negativ und findet es schlecht, dass du diese Neigung besitzt. In diesem unwahrscheinlichen Fall solltest du Abstand von dieser Person nehmen. Sie ist toxisch und nicht gut für dich. Man sollte Menschen nicht nach ihren Neigungen beurteilen. Nicht toll finden ist okay, aber dann soll man es eben einfach nicht ausleben. Den Kontakt zu beenden oder Ähnliches – nur wegen sexuellen Neigungen – ist definitiv falsch.

Deswegen solltest du dir keine Sorgen machen deinem Partner oder deiner Partnerin von deiner Neigung zu beichten. Offenheit ist wertvoll und in einer Beziehung sollte es immer gegeben sein, dass man über sowas reden kann.

Mein Partner / meine Partnerin hat mir ihre Neigung gebeichtet

Zuerst mal hast du dir wahrscheinlich schon oben den Teil „Wie läuft das so ab?“ durchgelesen. Wenn nicht, dann scroll nach oben zu der ersten Unterüberschrift und lies den Text darunter.

Jetzt solltest du entscheiden wie du das finden sollst. Wenn du diese konservative und zurückgebliebene Person bist, die sowas schlimm findet und deswegen jetzt mit ihm / ihr Schluss machen möchtest, dann denk nochmal genau darüber nach was der Grund dafür ist.

Dein Partner / deine Partnerin ist jetzt immer noch genau gleich wie davor auch. In ihm / ihr hat sich nichts geändert. Wenn dir so etwas nicht gefällt, dann sag ihm / ihr das und er / sie wird sich weiterhin so benehmen wie davor. Redet darüber.

Wenn du neugierig bist und gerne ausprobieren möchtest wie das ist, dann solltest du auch darüber mit deinem Partner / deiner Partnerin sprechen. Kommunikation ist der Schlüssel. Falls du sowieso schon weißt, dass dir das gefällt, dann kannst du ihm das auch gleich so mitteilen. Sicherlich wird er / sie sich darüber freuen.

Wenn du einen Cuckold oder einen Cuckquean als Partner / Partnerin hast, dann empfehle ich dir diesen Artikel über BDSM zu lesen, damit du dir ein Bild davon machen kannst, was er / sie erregend findet. Falls du neugierig bist wieso er / sie das erregend findet, dann kannst du das hier lesen.

 

Der Partnershop meines Vertrauens: