Mit BDSM anzufangen hört sich nach einem großen Schritt an. Die ganzen Knoten fürs Bondage lernen, die Überwindung, die es kostet, so extreme Dinge zu tun. Wie du dich mit deinem Partner langsam an BDSM ran tasten kannst, das erfährst du in diesem Artikel.

Zunächst einmal ist beim BDSM Vertrauen und Kommunikation sehr wichtig. Dabei muss BDSM gar nicht so „hart“ sein, wie man vielleicht denkt. BDSM funktioniert sogar ganz ohne Schmerzen. Wie du damit anfängst, das kannst du im Folgenden lesen:

Was ist BDSM?

Leider vermitteln Filme wie „Fifty Shades of Grey“ oder diverse andere Filme/Bücher ein falsches Bild von BDSM. BDSM steht für Bondage, Disciplin, Sadism and Masochism (auf Deutsch Fesselung, Disziplin/Gehorsam, Sadismus und Masochismus).

Du kannst diesen Abschnitt einfach überfliegen oder überspringen, wenn du weißt, was BDSM ist.

Im Detail habe ich BDSM in dem Artikel „Was ist BDSM?“ erklärt. Vieles habe ich hier ausgelassen, damit du erst einmal direkt anfangen kannst. Die einzelnen Aspekte lassen sich in kurz wie folgt zusammenfassen:

Bondage

Die devote Person (Gegenteil von dominant) zu fesseln kann ein Teil von BDSM sein. Ob das nun mit Seilen, Handschellen, Manschetten, Eisenfesseln oder Schals passiert, ist irrelevant.

Je nachdem, mit welchem Werkzeug gefesselt wird, muss auf andere Dinge geachtet werden. Mehr Informationen zum erotischen Fesseln und den Risiken kannst du in dem Artikel über Bondage lesen.

Disziplin/Gehorsam

Das ist das Herzstück des BDSM. Disziplin beziehungsweise Gehorsam heißt nicht, dass die devote Person 100 % gehorsam sein muss. Es heißt lediglich, dass die Dom/Sub Dynamik vorhanden sein muss.

Das heißt, dass die devote Person sich der dominanten Person unterwirft und ihren Anweisungen folgt. Meistens sind diese Anweisungen sexueller Natur.

Strafen gehören ebenso zentral zum BDSM. Sie sorgen dafür, dass Sub (die devote Person) sich benimmt und dazulernt. Mehr über Strafen kannst du hier lesen.

Sadismus und Masochismus

Sadismus und Masochismus sind zwei gegensätzliche Eigenschaften. Im Normalfall ist (wenn überhaupt Sadomasochismus im Spiel ist) Sub Masochist und Dom Sadist. Es geht hierbei um Schmerzen, doch wie immer: Alles kann, nichts muss.

Masochismus ist die Eigenschaft, durch Schmerzen, die einem selbst von einer anderen Person zugefügt werden, erregt zu werden. Sadismus ist die Eigenschaft, durch Schmerzen, die man selbst anderen Personen zufügt, erregt zu werden.

Beides gehört zum BDSM dazu, es gibt jedoch sehr viele Paare, die SM nicht mögen und nicht in ihr Spiel mit integrieren. Das ist völlig in Ordnung und nicht unnormal.

Sub oder Dom?

Du solltest vorab, bevor du mit deinem Partner sprichst, schon für dich überlegen, ob du Dom oder Sub bist.

Dom ist die Person, die dominant ist und Sub ist die Person, die devot ist (das Gegenteil von dominant). Höchstwahrscheinlich weißt du aber schon was du bist, wenn du diese Seite hier liest und BDSM interessiert bist.

Wie du mit deinem Partner umgehen solltest

Was? Welcher Partner?

Du brauchst für BDSM einen Partner. Falls du single bist und nicht weißt, mit wem du das ausprobieren magst, dann lies meinen Artikel „Wie du deinen BDSM Partner findest“. Dort erkläre ich ausführlich, welche Wege es gibt, andere BDSM interessierte Menschen kennenzulernen.

Mein Partner steht nicht auf so was und könnte das gar nicht

Du hast schon einen Freund oder eine Freundin? Und dein Partner ist nicht BDSM interessiert? Na das weißt du doch noch gar nicht. So manche Menschen wurden überrascht, als sie ihren Partner darum gebeten haben besonders dominant oder devot zu sein.

Du solltest sie/ihn einfach mal darauf ansprechen, ob ihr im Bett nicht etwas Neues ausprobieren wollt. Ich kenne keine Person, die nicht neugierig wäre, zumindest einmal etwas Neues auszuprobieren.

Wann spreche ich es an?

Am besten sorgst du dafür, dass ihr beide euch in Ruhe und ungestört unterhalten könnt. Es sollte ein Moment sein, in dem ihr für mindestens 1-2 Stunden nicht gestört werdet.

Eine schlaue Idee ist es, mit dem Gespräch bis Nachtmittags oder Abends zu warten, da dort die Hormone für sexuelle Aktivitäten am höchsten sind. Warte aber nicht zu lange, denn es ergibt keinen Sinn darüber zu reden, wenn ihr entweder beim Gespräch oder sofort danach einschlaft.

Am meisten Sinn ergibt es, wenn ihr danach noch genug Zeit habt um euch ausgiebig auszuprobieren. Das ist natürlich von Mensch zu Mensch und von Paar zu Paar unterschiedlich, aber zwischen 18 Uhr und 21 Uhr sollte für jeden in Ordnung gehen.

Was genau sage ich denn?

Es ist meistens nicht so einfach, konkret über seine Vorlieben zu sprechen, selbst dann nicht, wenn es der eigene Beziehungspartner ist.

Um dir das Starten des Gesprächs zu vereinfachen, habe ich dir einen Plan zusammengestellt, mit dessen Hilfe du das Gespräch leiten kannst.

Dieser Plan gibt dir natürlich nur einen groben Aufbau für den Gesprächsverlauf, kann dir aber helfen, wenn du alleine nicht weiterkommst.

Wenn es dann darum geht konkret zu sagen, worauf du stehst, solltest du es vermeiden Fachbegriffe wie zum Beispiel „Cuckolding„, „BDSM“, „Cock-Ball-Torture“, „Rapeplay“ oder „Consensual Non-Consent“ zu benutzen.

Wenn du das machst und dein Partner nicht schon damit vertraut ist, dann wird er sich vielleicht irgendwelche komischen Sachen darunter vorstellen und mit einem negativen Kopf an die Sache gehen.

Versuch stattdessen die Sache so einfach und subjektiv zu beschreiben wie es geht. Beispiele:

  • Mich macht es irgendwie an, wenn du von anderen Jungs angefasst wirst oder mit ihnen schläfst, während ich zugucke. (Cuckolding)
  • Ich stehe darauf, wenn ich mich dir unterwerfe und dir hilflos ausgeliefert bin. Wenn du über mich entscheiden kannst und ich deine Sklavin bin. (BDSM)
  • Mir gefällt es, wenn du mir beim Sex etwas weh tust (wahlweise kannst du auch beschreiben, wo dir am liebsten wehgetan wird)- (Masochismus)
  • Ich würde gerne mal ausprobieren gefesselt von dir berührt und genommen zu werden. Also ich wehre mich dagegen, aber du machst weiter. (Rapeplay oder Consensual Non-Consent)

Wenn du es so formulierst, dann kann dein Partner eigentlich gar nicht negativ darauf reagieren. Wem gefällt es nicht zu wissen, wie man seinen Partner stark erregen kann?

Lass deinen Partner nicht zu kurz kommen

Natürlich kannst du es dir auch mal gut gehen lassen. Aber besonders nett ist es nicht, wenn du ihn nie zum Zug kommen lässt.

Am besten solltest du gleich nachdem ihr ausprobiert habt, was du vorgeschlagen hast, deinen Partner fragen, worauf er denn so insgeheim steht. Wer weiß, vielleicht (wahrscheinlich sogar) hat er auch irgendwelche Kinks, die er sich nicht getraut hat dir zu sagen.

Wichtige Voraussetzung für BDSM: Vertrauen

Es ist wirklich unschätzbar wichtig, dass du großes Vertrauen in deinen Partner hast und anders herum. Ohne dieses Vertrauen kann BDSM gar nicht funktionieren.

Das liegt daran, dass Dinge wie zum Beispiel sich fesseln lassen oder sich anderweitig ausliefern auch nach hinten losgehen kann. Nur wenn man einer Person wirklich vertraut, kann man sicher sein, dass einem nichts Schlimmes passiert (oder besser gesagt: nichts was man nicht möchte).

Gerade für Praktiken wie Bondage, bei denen es um die Restriktierung der Körperbewegung geht, ist Vertrauen unerlässlich. Selbst wenn man sich fesseln lassen sollte von einer Person, der man nicht vertraut, man wird sich nie richtig fallen lassen können, sich richtig entspannen können.

Womit fängt man denn bei BDSM am besten an?

Du hast also deinen Partner davon überzeugt mit dir BDSM auszuprobieren, Hurra!

Der nächste Schritt ist auch wirklich etwas zu machen. Beim BDSM muss der Dom sich gut einlesen. Wenn du selbst Dom bist, dann kannst du dich ohne Probleme durch diese Artikel lesen:

Kleine Entwarnung: Es sind nicht alle Artikel so lang wie der Erste. Die Meisten sind nur sehr klein und in 3 Minuten gelesen. Ich empfehle wirklich jedem Dom sich diese Sachen einmal durchzulesen, da sie wichtige Informationen enthalten, die teilweise auch für die Gesundheit der Sub (und dir selbst) wichtig sind.

Falls du nicht das Gefühl hast, dass du mit diesen Artikeln vorbereitet genug bist, dann kannst du mein kostenloses 7 Tage Online Training zum guten Dom machen. Dort zeige ich dir unter Anderem Alles, was du als Dom wissen musst um eine sichere und angenehme Session mit Sub zu haben.

Solltest du Sub sein, dann wird das ganze schon etwas schwieriger. Wenn du denkst, dass dein Partner interessiert genug oder motiviert genug ist, dann lass ihn diese 6 Artikel durchlesen.

Ansonsten ist hier eine kleine Liste mit Dingen, die man ohne viel Wissen machen kann, da es keine wirklichen Risiken gibt.

1. Augen verbinden

Das vielleicht klischeehafteste BDSM-Ding. Augenverbinden. Unterschätze nicht das Gefühl nichts mehr sehen zu können, es ist der erste Schritt für viele Paare in die BDSM Welt.

Das Gute hierbei ist, dass du auf eigentlich gar nichts aufpassen musst. Nichts Kompliziertes und kein Risiko. Das einzige was man tun sollte – das ist aber vermutlich jedem klar – ist auf Sub aufpassen, damit sie nicht stolpert oder sich den Kopf stößt, falls Sub sich mit verbundenen Augen bewegen muss.

Wenn Sub die Augen verbunden hat, sind anderen Sinne übrigens dafür schärfer. Das kann man als Dom ausnutzen und Sub viel intensiver stimulieren (wenn das denn gewünscht ist).

Womit?

Vielleicht fällt dir als Erstes eine Augenbinde ein, die du in Sexshops oder auch woanders kaufen könntest. Aber ehrlich gesagt sind Augenbinden eins der „Sextoys“, die man besser nicht kaufen sollte.

Du kannst einen Schal oder ein Tshirt, oder eigentlich alles benutzen und der Effekt wird derselbe sein.  Daher empfehle ich dir ausdrücklich Kleidung oder anderen Stoff zu benutzen und keine Augenbinde zu kaufen. Das Geld investierst du besser in Dinge, die du für 2. brauchst.

2. Fesselspiele

Erotisches Fesseln kann sehr viel Lust machen. Dazu kann man sehr viele verschiedene Utensilien nehmen wie zum Beispiel Seile, Handschellen, Manschetten, Eisenfesseln oder Schals.

WICHTIG: Auf keinen Fall darf mit Kabeln, Drähten oder Kabelbinder gefesselt werden. Wieso? Ganz einfach, die Auflagefläche bei diesen Dingen ist viel zu klein und es schneidet viel zu sehr in die Haut und können ernsthafte Verletzungen mit sich ziehen.

Gerade wenn Sub zappelt und sich in seinen Fesseln windet, muss für eine angenehme Erfahrung eine breite Auflagefläche gegeben sein (>1 cm).

Womit dann?

Die Frage ist gar nicht so verkehrt. Denn es gibt bestimmte Dinge, die für bestimmte Situationen gedacht sind. Leider gibt es nicht „das Fesselwerkzeug“ schlechthin.

Wenig Kenntnis vorausgesetzt und angenehm:

Wenn wenige Kenntnisse vorhanden sind im Bereich BDSM und vor allem Bondage, die Fesselung aber dennoch angenehm sein soll, dann sind Schals oder Tücher am besten geeignet. Mit diesen kann man jedoch nicht sehr restriktiv fesseln (der gefesselte Partner wird immer etwas Freiheit haben).

Knoten werden sich oft etwas lösen / lockerer werden und dadurch ist es zwar für Anfänger geeignet, aber im Normalfall wird man schnell etwas Restriktiveres wollen.

Dafür sind Tücher meistens sehr weich und angenehm. So kann man fesseln ohne der anderen Person wehzutun und es wird auch keine Erfahrung gebraucht. Normale Knoten kann jeder machen, diese sind oft für Anfänger-Fesselspiele mit Tüchern genug 🙂

Schals oder Tücher sind geeignet für Paare, die ohne Geld auszugeben einfach mal jetzt etwas ausprobieren wollen, mit den Dingen, die sie bereits zu Hause haben.

Wenig Kenntnis vorausgesetzt und restriktiv:

Bondage mit Handschellen (und Seilen)

Soll die Fesselung sehr restriktiv sein und es wird nicht so viel wert darauf gelegt, wie angenehm es ist, dann empfehle ich Handschellen. Diese schneiden bei viel Zappelei und Zerren zwar ein kleines Wenig ein, aber sie setzen ebenfalls keine großen Kenntnisse voraus.

Gute Handschellen eines meiner Lieblingsspielzeuge. Was drückt mehr Macht als Symbol aus, als silbern glänzende Handschellen und das Geräusch wenn sie schließen und Sub weiß, dass es kein Entkommen mehr gibt?

Bei der Wahl von Handschellen solltest jedoch große Obacht geben. Viele Hersteller locken mit günstigen Preisen, dabei ist die Sicherheit durch z.B. Arretierungsmechanismen nicht gewährleistet.

Ich habe vor kurzem selber neue Handschellen gekauft und bin sehr angetan von der Qualität. Wenn du mit Bondage anfangen möchtest, kann ich die diese Handschellen dir nur wärmstens empfehlen. Du kannst vor dem Kaufen auch gerne erst meine ausführliche Meinung über die Handschellen darüber lesen!

Bei guten Handschellen, wie die, die ich oben verlinkt habe, kann dabei auch nichts Schlimmes passieren, da sie meistens breit genug sind (~0.75 cm – 1.5 cm) und einen Arretierungsmechanismus haben.

Warte – hast du nicht gerade gesagt, dass die Auflagefläche breiter als 1 cm sein soll?

Ja habe ich. Breiter als 1 cm ist fast immer angenehm. Schmaler als 1 cm ist entweder gefährlich oder nur unangenehm, je nach breite. Ein Kabel zum Beispiel ist oft dünner als 4 mm. Ein Draht sogar manchmal dünner als 2 mm. Das ist gefährlich.

Aber die Handschellen, die ich empfehle, sind maximal unangenehm, jedoch nicht gefährlich. Das Unangenehme kann ja unter Umständen sogar zum Spielspaß dazugehören. Viele stehen auf harte Metallfesseln oder eben Handschellen, die nicht nachgeben.

Handschellen sind perfekt geeignet für Paare, die einfach sofort loslegen wollen ohne großartig Bondage Knoten und Fesselarten zu lernen, gleichzeitig aber nur sehr wenig Freiheit ermöglichen wollen.

Wichtig: Bitte keine Billig-Handschellen mit Plüsch aus dem Sexshop benutzen, die sind meistens zu dünn, haben keinen Arretierungsmechanismus und sind auch ansonsten qualitativ nicht gut. Das kann wirklich gefährlich werden und ich denke der Schmerz nie wieder Schreiben zu können ist wesentlich größer, als der Schmerz 20 € mehr für richtig gute Handschellen auszugeben.

Angenehm und Restriktiv:

Du möchtest angenehm und restriktiv fesseln / gefesselt werden? Dann bleibt dir keine Wahl, als Bondage mit Seilen zu lernen.

Es ist nicht so schwer wie es vielleicht aussehen mag. Mit etwas Interesse und einigen Video-Tutorials kannst du die Grundlagen in wenigen Minuten lernen und mit deinem Partner ausprobieren.

Gerade wenn man fürs Erste nur zum Beispiel die Handgelenke über dem Kopf am Bett festmachen möchte, braucht man eigentlich nur zwei verschiedenen Techniken, nämlich den two-column-tie und zum Beispiel Halbe Schläge.

Seile sollte man nehmen, wenn man weiß, dass einem Bondage gefällt. Ansonsten ergibt es keinen Sinn Geld und Zeit auszugeben, nur um festzustellen, dass man Bondage nicht mag.

Paare, die aber wissen was sie wollen und / oder schon Handschellen / Tücher ausprobiert haben, werden mit Seilen – übrigens, um beim Seilkauf nichts Falsches oder sogar gefährliches zu kaufen, habe ich einen Kaufratgeber zu Bondage-Seilen zusammen gestellt –  wahrscheinlich voll auf ihre Kosten kommen und sehr viel Spaß damit haben.

3. Rollenspiele

Wieso?

Für viele erscheint der erste Schritt sich wirklich seinem Partner oder jemand anderem zu unterwerfen sehr groß und zu schwer. Das kommt davon, dass man in einer Realität lebt, in der das ganze schon als ziemlich verpönt (und damit natürlich schlecht *facepalm*) angesehen wird.

Eine einfache Möglichkeit sich nicht ganz so pervers und schlecht zu fühlen oder auch den Partner leichter zum Ausprobieren zu überreden sind Rollenspiele. Mit einem Rollenspiel versetzt man sich in eine Situation, bei der dauerhaft klar ist, dass das nicht die Realität darstellt, sondern absichtlich verzerrt ist.

Das hilft oft, weil man sich denken kann: „Ich bin nicht wirklich eine Sklavin. Aber die Vorstellung von ihm auf einem Sklavenmarkt gekauft zu werden finde ich erregend.“.

Ein anderer Grund ist, dass aus Rollenspielen der Wechsel von nicht-sexuell zu sexuell meistens schnell erfolgt und an Stellen, die jeder in seinem echten Leben kennt (z. B. Chef bestraft Sekretärin). Dieser Wechsel ist meistens sehr erregend!

Wie?

Es gibt viele Arten Rollenspiele aufzuziehen. Man braucht zum Beispiel keine Utensilien oder so was, aber manche Paare mögen zum Beispiel Kostüme. Auch Dinge wie Handschellen oder Knebel können hilfreich sein.

Am Anfang einigt man sich auf eine Situation und auch auf die Grenzen. Danach erst wird in die Rollen geschlüpft.

Welche Rollen? Anregende Beispiele

Im Folgenden gebe ich dir ein paar anregende Beispiele für Rollenspiele, die du mit deinem Partner / deiner Partnerin ausprobieren kannst.

Ich werde sie so formulieren, dass Dom männlich ist und Sub weiblich, damit man es besser lesen kann, aber in die andere Richtung funktioniert das natürlich auch!

  • Chef und Sekretärin
    • Die Sekretärin einen Termin zur falschen Zeit gesetzt und naja.. jetzt steht der Chef ohne Kunden da und hat nichts zu tun. Was wird er sich wohl als Bestrafung für seine Sekretärin ausdenken? Sex auf dem Schreibtisch? Ein Blowjob? Kleidung ausziehen?
  • Krankenschwester und Patient
    • Der Patient liegt im Bett und lässt sich von der Krankenschwester untersuchen. Dabei darf die Krankenschwester ihm gerne Befehle geben und ihn herumkommandieren. Belohnen darf sie ihn natürlich auch.
  • Lehrer und Schüler
    • Der Schüler hat schon wieder ihre Hausaufgaben vergessen… Das muss natürlich bestraft werden, mit Schlägen auf den Arsch, oder doch auf eine andere Art und Weise 😉
  • Sklavin und Sklaventreiber
    • Der Sklaventreiber hat seine Sklavin gerade für viel (oder doch wenig?) Geld gekauft und freut sich schon mit ihr seinen Spaß zu haben. Steht er eher darauf ihr Schmerzen zuzufügen oder ist er daran interessiert Sex mit ihr zu haben? In jedem Fall sollte er darauf achten sie auch wirklich wie eine Sklavin zu behandeln: Keine Kleidung, Keine Rechte und bereit alles zu tun 😉

4. Eiswürfel benutzen

Eiswürfel sind ungefährlich. Es ist nur Wasser, sollte es in irgendeiner Körperöffnung stecken bleiben, wird es durch die Körpertemperatur schmelzen hinauslaufen.

Am besten fängst du mit kleinen Eiswürfeln an, da kleinere Eiswürfel auch viel schneller schmelzen, sollten sie an eine falsche Stelle rutschen

Einige Ideen wie du würfel benutzen kannst:

  • den Körper von Sub mit einem Eiswürfel an verschiedenen Stellen „massieren“
  • Eiswürfel in von Dom gewählte Körperöffnung stecken
  • als gemein Quälerei, wenn es sowieso schon nicht warm ist

Es sollt jedoch immer aufgepasst werden, dass bei zu viel Kälte auch leichte Schmerzen entstehen können. Daher passt auf, wie groß die Eiswürfel, die ihr benutzt sind, denn je größer die Eiswürfel sind, desto länger brauchen sie zum Schmelzen.

Besonders intensiv wird das Gefühl, wenn nach dem Eisspiel mit der Hand angefasst wird. Diese wird dann oft als sehr warm empfunden, durch den plötzlichen Temperaturunterschied.

5.Wäscheklammern

Wo?

Mit Wäscheklammern kann man Sub gezielt an bestimmten Stellen Schmerzen zufügen. Natürlich kann Dom die Klammern an jeder beliebigen Körperregion befestigen, aber besonders wirkungsvoll sind Klammern an

  • Nippeln
  • der Zunge
  • den Schamlippen (sowohl inneren als auch äußeren)
  • der Klitoris – hier keine starke Klammer benutzen
  • dem Penis – schlaff funktioniert eindeutig besser
  • dem Hodensack (bitte NUR die haut einklemmen, nicht den Hoden selbst)

Wie?

Besonders vorsichtig sollte man hier beim Abnehmen der Klammern sein. Je länger die Klammern dran waren, desto mehr tut das Abnehmen weh. Wer seinem Partner nicht allzu sehr wehtun möchte, der macht es möglichst langsam (Öffnen der Klammer sollte >3s dauern).

Wenn man besonders gemein sein möchte oder Sub auch Masochist ist, dann kann man die Klammern auch sehr schnell öffnen (Öffnen der Klammer sollte <0.5s).

Natürlich ist auch jede Zeit dazwischen möglich. Probiert euch zusammen aus und schaut, welche Zeit angenehm und welche Zeit schmerzhaft ist. Probiert euch auch aus, um zu schauen, wie schmerzhaft Sub noch gut findet und wie schmerzhaft schon schlecht ist.

Tipp

Klammern im Schambereich kann man sogar subtil unter der Kleidung dran lassen und so rausgehen. Der Kick so etwas in der Öffentlichkeit dran zu haben ist etwas besonderes

An den Nippeln fällt der Abdruck fast immer sofort auf, deswegen sollte man das nur machen, wen man eine Jacke trägt, die den Abdruck verstecken kann.

6. Spanking

Beim Spanking geht es darum Sub den Arsch (oder auch andere vorsichtig gewählte Körperteile) zu versohlen. Hier ist es aber wichtig sich den Artikel über Spanking durchzulesen.

Darin wird alles erklärt, was man zum Thema Spanking wissen muss. Für den Anfang brauchst du keine Instrumente zu benutzen, deine Hand wird genug sein.

Vorsicht: Haltet euch am Anfang fern von Peitschen. Diese brauchen viel Übung um überhaupt zu treffen und das kann ganz schön ins Auge gehen. Besonders wichtig sind in dem Artikel die Zonen am Körper, auf die man schlagen darf und welche Instrumente wie funktionieren.

Warnungen Allgemein

Alkohol, Drogen und co.

Es ist besonders wichtig, dass man beim BDSM nicht unvorsichtig handelt. Das funktioniert nur mit klarem Kopf, daher solltest du niemals…

  • Alkohol konsumieren
  • andere Drogen konsumieren
  • leichtsinnig und ohne nachzudenken handeln

…vor einer Session oder in einer Session.

Safewords / Codewörter

Safewords und Codewörter sind für den Anfang bei nicht-eingespielten BDSM Paaren eine ideale Lösung um das Spiel von der Realität zu trennen. Im Grunde sind sie dafür da, dass man in einer Session ordentlich kommunizieren kann.

Denn es kommt nicht selten vor, dass Sub sagt „Bitte hör auf“, es aber gar nicht so meint. Das Safeword kommuniziert „ich meine es wirklich so, hör jetzt auf bitte“. Mehr zu Safewords und Codewörtern.

Bondage-Warnungen

1. Du solltest nicht am Hals fesseln

Gerade die Vorderseite des Halses ist empfindlich auf Druck (Halsschlagader, Luftröhre), daher sind jegliche Arten von Seilen, Tüchern etc die dort vorbeilaufen strengstens vorsichtig anzulegen.

Nie darf das Seil (oder was auch immer du benutzt) an der Vorderseite entlanglaufen und Druck nach hinten ausüben. Im Normalfall brauchst du auch gar keine Seile an der Vorderseite des Halses

2. Blutfluss kontrollieren

Beim Bondage mit Seilen oder Tüchern kann es passieren, dass du versehentlich den Blutfluss mit dem Seil / Tuch störst. Das solltest du vermeiden

Du erkennst es daran, dass die Gliedmaßen kalt werden oder Sub ein Kribbeln spürt. In diesem Fall solltest du das Seil / Tuch für mindestens 30 Sekunden lockern. Danach kann der Spaß weitergehen.

Möchtest du vorbeugend verhindern, dass ihr Pausen machen müsst, dann lasse beim Fesseln immer etwas Zwischenraum. Nicht soviel, dass Sub rauskommen kann, aber soviel, dass es nicht den Blutfluss behindert.

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