Gerade männliche Subs, aber auch einige weibliche Subs stehen auf Forced-Bi. Wenn du über diesen Begriff gestolpert bist und wissen willst was das genau bedeutet, dann bist du hier richtig.
An sich leitet sich die Bedeutung größtenteils vom Wort selbst ab. Wenn jemand auf Forced-Bi steht, dann steht die Person darauf zu Sex oder sexuellen Aktionen mit dem gleichen Geschlecht gezwungen zu werden. Natürlich gibt es mehr zu wissen, wenn du weiterliest, erfährst du es.
Wieso gezwungen werden?
Für manche wirkt es vielleicht komisch, dass Menschen darauf stehen zu irgendwas gezwungen zu werden. Gerade für Leute, die nicht auf BDSM stehen. Es geht hier nicht um tatsächlichen Zwang, sondern wie so oft beim BDSM und konsensuelles vorspielen des Zwangs.
Wenn du noch unvertraut bist mit BDSM, dann gibt es zwei Artikel die ich dir ans Herz legen kann:
In diesem speziellen Fall liegt der Reiz wohl auch in dem Machtaustausch, der stattfindet. In einem der wahrscheinlich häufigsten Fällen wird der devote Mann von seiner Freundin / Frau dazu gezwungen einen anderen Mann beispielsweise oral zu befriedigen.
Die Dominanz kann aber auch von dem anderen gleichgeschlechtlichen Spielpartner ausgehen. Das kommt ganz auf die Vorliebe an. Das ganze lässt sich deshalb in vielen Fällen mit Cuckolding kombinieren, eine Praktik, bei der die Frau vor den Augen des festen Partners mit einem anderen Mann sexuell verkehrt.
Ist Forced Bi dasselbe wie schwul sein?
Kurze Antwort: Nein. Forced Bi ist eine Fantasie oder Praktik, keine sexuelle Orientierung. Wer auf Forced Bi steht, steht auf den Zwang, die Demütigung oder den Machtaustausch, nicht zwingend auf das gleichgeschlechtliche Begehren an sich. Viele Männer mit dieser Fantasie beschreiben sich selbst als heterosexuell.
Auf Deutsch übersetzt bedeutet Forced Bi etwa "zu bisexuellem Sex gezwungen". Der Begriff stammt aus dem englischsprachigen Raum, deshalb findest du ihn im Deutschen fast immer unübersetzt.
Die Frage nach der Orientierung beschäftigt trotzdem viele. Manche merken beim Ausleben, dass sie auch außerhalb von Sessions Interesse am gleichen Geschlecht haben. Das ist völlig okay und sagt erstmal nichts über die Fantasie aus. Ob du hetero, bi, queer oder noch unsicher bist: Die Fantasie allein ist kein Beleg für irgendeine Orientierung. Wichtig ist, dass du ehrlich mit dir und mit deinem Partner oder deiner Partnerin besprichst, was die Session für dich bedeutet.
Umsetzung
In den meisten Fällen werden vorher genaue Rahmenbedingungen ohne Zwang abgesprochen. Das kommuniziert Sub sowohl zu Dom als auch zu der gleichgeschlechtlichen Person (falls das nicht sowieso dieselbe Person ist).
Beispielsweise wird abgemacht, dass Oralsex erwünscht ist, Fesseln auch in Ordnung ist aber kein Analsex erwünscht ist. Mögliche Tabus und auch Wünsche werden hier besprochen. Auch ob andere Dinge wie zum Beispiel das Cuckolding, Keuschhaltung oder Sissyfication eine Rolle spielen wird hier geklärt.
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