Kitty ist meine Sub / Sklavin. Sie dient mir und gehorcht aufs Wort, egal was ich von ihr möchte. Wieso? Na ja, das, es ist schwierig zu erklären, wieso Menschen auf BDSM stehen. Abgesehen davon, fragst du da die falsche Person, denn das kann sie dir am besten beantworten. Wieso jemand sich freiwillig unterwerfen sollte und was genau die Motivation hinter dem Dominieren Lassen ist, das erfährst du im Laufe eines Interviews mit Kitty.

Es ist schwierig genau zu sagen, was einem daran gefällt, aber wenn ich etwas aufzählen müsste, dann wären es:

  • das Vertrauen
  • die Demütigung und Erniedrigung
  • die Machtlosigkeit
  • das Fallenlassen

Was genau ihr daran gefällt, erfährst du im folgenden Interview:

Du führst also mit deinem Freund eine BDSM-Beziehung. Was ist das?

In der Öffentlichkeit sind wir ein normales Paar und die meisten unserer Freunde wissen nichts davon. Es ist unser kleines Geheimnis. Ich bin seine Sklavin und er ist mein Herr. Ich gehöre ihm, mein Körper gehört ihm, mein Leben gehört ihm und ich tue alles um meinen Herren stolz und zufrieden zu machen.

Egal was mein Herr von mir verlangt, ich mache es. Wenn mein Herr mich mit Schmerzen quälen möchte, dann macht er das, wenn er mich in den Mund nehmen möchte, dann macht er das auch und wenn er möchte, dass ich seine Füße küsse, dann mache ich das.

Und diese Dinge liebe ich. Ich liebe es, all diese demütigenden Dinge für ihn zu tun. Diese Demut erregt mich und macht mich unfassbar geil.

Wie hast du für dich herausgefunden, dass du auf BDSM stehst?

Ich habe gerne Sex-Geschichten im Internet gelesen. Am Anfang habe ich nur ganz normale Geschichten gelesen, in denen die Pärchen ganz zärtlich miteinander umgegangen sind und romantischen Sex hatten.

Doch irgendwann wurde mir bewusst, dass mich diese Art von Geschichten nicht wirklich erregen. Ich habe also angefangen andere Geschichten zu lesen. Ich habe einfach querbeet angefangen zu lesen.

Nach einer ganzen Weile, als ich dann auch älter wurde, hat sich dann herauskristallisiert, dass ich es sehr gerne habe, wenn eine Person erniedrigt wird, wenn sie gedemütigt wird. Wenn sie eben der anderen Person unterworfen ist.

Was gefällt dir so an BDSM?

BDSM ist ein sehr verzweigtes, einzigartiges und individuelles Thema (was ist BDSM eigentlich genau?). Es ist schwierig genau zu sagen, was einem daran gefällt, aber wenn ich etwas aufzählen müsste, dann wären es das Vertrauen, die Demütigung und Erniedrigung, die Machtlosigkeit und das Fallenlasse.

Einige Dinge davon befriedigen mich sexuell und andere davon nicht sexuell.

1. Was genau meinst du mit Vertrauen? Gibt es in normalen Beziehungen kein Vertrauen?

Natürlich gibt es bei normalen Beziehungen auch Vertrauen. Das Vertrauen ist der Grundbaustein einer jeden Beziehung, denn wenn diese nicht vorhanden ist, dann gibt es auch keine Beziehung beziehungsweise dann wird diese nicht halten.

Das zwischen uns ist ein ganz anderes Vertrauen. Nicht nur dieses normale Vertrauen, wie: „Ich vertraue dir, dass du mich niemals betrügst oder mich anlügst“, sondern wie: „Ich vertraue dir, dass du mir nur so weit weh tust, wie ich es aushalten kann und das du weißt, wann meine Grenzen erreicht sind.“.

BDSM braucht Vertrauen!Click To Tweet

 

Er kennt meine Tabus und meine Grenzen und wenn ich mich ihm in einer Session hingebe, dann weiß ich, dass er diese beachtet und sie nicht überschreitet. Er nimmt Rücksicht auf sie, aber natürlich testet er sie auch ab und zu mal aus, jedoch nur bis zu einem gewissen Grad.

Ich, zum Beispiel, habe sehr große Angst vor Waxplay (heißen Kerzenwachs auf den Körper tropfen/schütten) eher schon panische Angst. Das habe ich ihm gesagt und ich weiß ganz genau, dass er das nie bei mir tun wird, nicht mal als Strafe oder als bloße Drohung.

Egal was wir gerade tun, ob er mich gerade mit der Gerte schlägt oder mir Klammern an eine beliebige Körperstelle dran macht; Ich weiß, dass er mich nicht überfordert oder mir mehr aufbürdet, als ich tragen kann. Ich kann ihm bei Allem vertrauen, was er tut. Ich lege mein Leben gerne in seine Hände und weiß, dass er damit nichts Schlechtes anstellt, sondern es wie einen Schatz hütet.

2. Was gefällt dir an der Machtlosigkeit? Ist Machtlosigkeit nicht etwas Negatives?

Nein die Machtlosigkeit ist definitiv nichts Negatives. Es ist vielmehr ein unbeschreiblich tolles Gefühl. Das ist wahrscheinlich schwierig nachzuvollziehen, aber es fühlt sich so gut an, keine Macht zu haben.

Man kann und muss Nichts entscheiden, da einem alle Entscheidungen abgenommen werden. So kann man sich dem Dom voll und ganz hingeben.

Wenn ich zum Beispiel von ihm gefesselt werde, zum Beispiel mit Handschellen (hier meine persönliche Empfehlung für Handschellen), dann bin ich ihm vollständig ausgeliefert. Ich habe keine Macht mehr (das geht nur, wenn das von mir schon angesprochene Vertrauen vorhanden ist). Er kann mit mir machen, was er will und ich weiß das man nichts dagegen tun kann, das ist ein sehr erregendes Gefühl.

3. Wie fühlst du dich, wenn du von deinem Dom gedemütigt oder erniedrigt wirst?

Es ist schwierig diese Frage zu beantworten und in Worte zu fassen, wie ich mich dabei fühle.

Erst einmal liebe ich es von meinem Dom gedemütigt zu werden. Ich finde es zum Beispiel sehr demütigend, wenn ich seine Katze sein soll, aus seiner Hand Essen muss und mich wie ein Tier verhalten muss.

Ich denke, dass mir das gefällt, da ich durch solche Dinge merke, dass er wirklich alles mit mir tun kann, was er will, ohne Einschränkungen. Er kann mich jede noch so demütigende Aufgaben machen lassen, die ich auch tun werde.

Ich denke, dass es dieses Gefühl ist, diese Demonstration von Macht, die dieses Gefühl so toll und erregend macht.

4. Du hast von Fallenlassen gesprochen. Was heißt es, sich fallen zu lassen?

Sich fallen zu lassen, heißt für mich einfach Alles um sich herum zu vergessen und sich dem Dom hinzugeben. Man kann alle Gedanken und Alles, was man noch zu tun hat, wie zu lernen, putzen oder aufräumen einfach vergessen und sich nur auf den Dom und das Spiel konzentrieren.

Man blendet aber nicht nur Gedanken wie zu putzen aus, sondern auch Gedanke wie „Was ist wohl, wenn er jetzt zu doll macht?“ oder „das könnte vielleicht gefährlich sein.“. Wie schon gesagt gibt man sich dem Dom hin und vertraut ihn bei Allem, was er tut.

Man kann seine ganze Aufmerksamkeit ihm schenken, ohne jegliche Ablenkungen. Man kann sich einfach dem Spiel / der Session hingeben und sich „fallen lassen“. Sich fallen lassen bedeutet außerdem, dass man sich entspannen kann.

Doch das „Fallenlassen“ der Sub funktioniert nur mit dem Auffangen des Doms. Denn der Dom sollte die Sub am Ende der Session langsam und behutsam wieder in die Realität zurückholen. Sie in den Arm nehmen und ihr zeigen, dass er für sie da ist.

In dem sogenannten Aftercare kann er ihr seine Zuneigung zeigen. Oder ihr zeigen, dass er stolz auf das ist, was sie gerade getan hat, wie zum Beispiel Schmerzen für ihn auszuhalten.

Denn so gibt der Dom seiner Sub Nähe, das Gefühl von Sicherheit und macht ihr klar, dass sie bei ihm sicher, geborgen und in guten Händen ist.

Ich finde, dass das sehr wichtig ist. Denn ohne dieses Vertrauen und die Geborgenheit, also ohne das Auffangen des Doms, wäre das fallen lassen der Sub nicht unmöglich.

Deine Meinung…

Bist du auch devot / Sub und möchtest deine Sichtweise teilen? Ich würde mich freuen, wenn du unten einen Kommentar da lässt, in dem du erklärst, was dir daran gefällt dominiert zu werden und dich zu unterwerfen.

Du bist nicht devot? Wenn du dominant bist, aber noch keine Sub hast, kannst du dir gerne das kostenlose 7 Tage Online Training „Wie werde ich ein guter Dom“ anschauen oder den Artikel, in dem es darum geht, wie du deinen BSDM Partner findest.

Hast du noch weitere Fragen an Kitty? Stell sie hier in den Kommentaren und sie wird dir antworten 🙂

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