Gerade als Anfänger fällt es einem vielleicht schwer eine Session zu starten. Du weißt zwar, wie BDSM mit deinem Partner abläuft, aber wie soll man denn so aus dem nichts Sub/Dom in Stimmung bringen? Einfach und deutlich klar machen, dass man jetzt gerne eine Session starten möchte?

Als Dom kannst du beispielsweise eine Session starten, indem du Sub eine Anweisung gibst, bei der der sexuelle Aspekt im Vordergrund steht. Als Sub hingegen kannst du die Session zum Beispiel starten, indem du Dom darum bittest dir Schmerzen zuzufügen / dich zu demütigen.

Wo und Wann?

Die besten Aussichten auf einen erfolgreichen Sessionstart hast du in einer privateren Umgebung. Zuhause oder generell in einem geschlossenen Raum eignen sich dafür perfekt. Sub kann sich im privaten Umfeld am besten entspannen und sich am besten fallen lassen.

Wenn du nicht weißt, zu welcher Tageszeit eine Session am effektivsten ist: Es ist der Abend. Dort sind die Hormone am aktivsten und es fällt euch beiden ziemlich einfach sexuelle Dinge zu tun. Aber hab im Kopf, dass die Wahl der Tageszeit noch lange nicht so wichtig ist, wie die Wahl des Ortes. Wenn du also zum Biespiel nur Mittags Zeit hast, dann ist das auch kein Problem.

Noch keine BDSM Erfahrungen?

Wenn du deinem Partner oder deiner Partnerin noch nichts davon erzählt hast, worauf du stehst, dann solltest du am besten dir überlegen wie du das vorher „beichtest“.

Mein Artikel „Wie fängt man mit BDSM an“ ist ein guter Einstiegspunkt, wenn du und dein Partner etwas neues ausprobieren wollt. Dort erkläre ich unter anderem wie du deinem Partner einfach erzählst auf was du stehst, wie du die Wahrscheinlichkeit erhöhst, dass dein Partner deine Neigungen akzeptiert und wie ihr eure ersten BDSM Erfahrungen sammeln könnt.

Sessions starten als Dom

1. Anweisung geben

Du kannst wie bereits erwähnt eine Session sehr direkt starten, indem du Sub eine Anweisung gibst. Etwas wie „Mach mir ein Sandwich“ wird es nicht tun, der sexuelle Aspekt sollte schon im Vordergrund stehen.

Du kannst auch nicht-sexuelle Anweisungen benutzen, es sollte aber klar sein, in welche Richtung du die Stimmung bewegen möchtest. Wenn Sub deinem Befehl gehorcht und tut was du möchtest, dann ist die Session schon begonnen und du hast dein Ziel erreicht.

Wenn Sub das nicht tut, dann musst du entscheiden, ob sie das nicht tut, weil sie bestraft werden möchte oder weil sie gerade keine Lust hat. Dass sie keine Lust hat erkennst du daran, dass sie nicht zu frech ist und eher zurückhaltend spricht.

2. Nimm dir, was deins ist

Als Dom hast du den Vorteil, dass du Sub dir dann das nehmen kannst, was du willst. Wenn du also Lust auf eine Session hast, kannst du diese auch einleiten, indem du Sub einfach aus dem nichts sexuell anfässt.

Dabei sollte besonders der Ort, wie oben schon angesprochen, gut gewählt sein. Du möchtest ja nicht, dass Sub sich schämt und deine Hand wegschiebt. Im Idealfall solltest du deine Hand wegnehmen können und sie sollte dich anflehen, dass du deine Hand wieder dahin zurücktust.

Übrigens: Wie du ein guter Dom wirst und wie deine Sub heiß machen kannst (oder überhaupt eine findest), das erfährst du in meinem kostenlosen 7 Tage Online Training.

3. Vorher absprechen

Eine Möglichkeit eine Session zu starten liegt natürlich auf der Hand; Einfach vorher absprechen.

Gerade am Anfang solltest du Sessions vorher absprechen. Plane, dass es eine Session morgen Abend geben wird. Erzähl es Sub und mach sie mit deinen Plänen vertraut.

Natürlich darf es in der Session auch Überraschungen geben, aber zumindest den Zeitpunkt der Session solltest du am Anfang absprechen.

Diese Methode ist aber nicht nur für Anfänger geeignet, sondern auch für Menschen die sehr oft verplant sind oder bei Paaren die sich nicht oft sehen. Es kann helfen die Sessions zeitlich zu planen, da spontane Sessions bei vielbeschäftigten Leuten eher unwahrscheinlich sind.

Sessions starten als Sub

1. Macht abgeben

Die wohl einfachste und subtilste Methode um Dom zu signalisieren, dass man jetzt gerne eine Session haben möchte, ist es, seine Macht abzugeben. Das funktioniert Beispielsweise indem du:

Dabei ist es eigentlich nur wichtig, dass du ihn auf die Idee bringst „böse“ Sachen mit dir zu machen. Ich kenne das von mir und meiner Sub gut, wenn sie sowas macht, dann weiß ich unmissverständlich was sie jetzt gerade haben will (das heißt nicht, dass sie es bekommt, aber in den meisten Fällen bekommt sie es auch).

2. Bratty sein / ärgern

Eine andere Methode ist etwas direkter, ist dafür aber nicht für jede Sub geeignet. Meine Sub zum Beispiel ist keine brat. Sie ist beinahe immer brav und provoziert nicht allzu gerne lange. Wenn du das aber magst, dann kannst du es mal so probieren:

Sei einfach mal absichtlich extra frech zu deinem Dom. Es sind oft kleine Sachen wie zum Beispiel ihn kneifen und wenn er sagt du sollst damit aufhören, machst du einfach weiter. Oder wenn er eine Bitte oder Anweisung äußert, sag einfach „Nö“.

Wenn du diese Methode nutzen willst, dann darfst du nicht einknicken, du musst wirklich offensichtlich spielerisch frech sein. Wenn du statt „nö“ so etwas wie „kann ich das auch später machen?“ sagst, dann wirkt es nicht, als ob du ihn provozieren magst. Da kann es einfach passieren, dass er das akzeptiert und du kannst deine Session vergessen.

3. Vorher absprechen

Auch als Sub hast du ein gewisses Recht wenigstens ihm Vorschläge zu machen. Die meisten Doms sind Sub sogar sehr dankbar, wenn sie erzählt was sie möchte. Nicht weil Dom Sub den Gefallen sofort tut, sondern damit er eine Vorstellung davon hat, was Sub gefällt.

Du kannst deinem Dom also als Sub in einer ruhigen Minute erzählen, dass du gerne mal wieder eine Session hättest. Du kannst entweder einen Zeitpunkt vorschlagen oder auch ihn entscheiden lassen.

Der Vorteil beim Absprechen ist, dass du dadurch sicher planen kannst, dass ihr ungestört seid. Bei spontanen Sessions ist das zwar auch möglich, aber deutlich schwieriger.

Was mache ich als Dom, wenn Sub nicht möchte?

Als ein guter Dom bekommt man es hin, dass Sub meistens Lust hat. Aber selbst dem besten Dom kann es natürlich passieren, dass Sub mal einen schlechten Tag hat oder durch andere Gründe keine Lust hat.

Als Sub kann man zwar noch ziemlich gut Dom anbetteln, aber als Dom solltest du das nicht tun. Du kannst ruhig (und sollst du auch) zeigen, dass du Interesse an einer Session mit deiner Sub hast, aber du solltest nie „needy“ wirken.

Akzeptiere es und überlege dir woran es liegen könnte, dass Sub keine Lust hat. Vielleicht ist es etwas, dass du beseitigen kannst? Zum Beispiel die Angst, dass jemand ins Zimmer kommen kann?

Wie teile ich als Sub mit, dass ich nicht möchte?

Als Dom ist es einfach eine Session „abzulehnen“. Wenn Dom keine Lust hat, ist das halt so, Sub muss das dann akzeptieren. Aber als Sub ist es schon definitiv schwieriger eine Session abzulehnen.

Am wichtigsten ist es, dass du deinen Dom respektvoll antwortest. Wenn er dir eine Anweisung gibt, dann bittest du ihn am besten unterwürfig darum, das später machen zu dürfen, da du im Moment zum Beispiel Kopfschmerzen hast.

Dadurch zeigst du ihm „Du bist immernoch mein Dom und ich respektiere dich auch. Wenn du sagst, dass ich es trotz Kopfschmerzen machen soll, mache ich es. Aber ich bitte dich, dass ich es zu einem anderen Zeitpunkt machen darf, damit ich auch Spaß dabei habe“.

Das soll aber auch kein leeres Gefasel sein, wenn dein Dom sagt, du sollst es trotzdem tun, dann solltest du das auch machen. Je nach Grund für deine Unlust ist das vielleicht falsch von ihm, aber Ungehorsam ist nicht die Lösung, sondern darüber sprechen oder eventuell sogar eine Trennung (beispielsweise wenn er deine Gesundheit dadurch vernachlässigt oder dir sogar damit schadet).


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